Schlagzeug spielen

ist für jeden erlernbar und macht extrem Spaß. Sowohl als gelegentliches Hobby, Selbstverwirklichung oder Hauptbeschäftigung. Die musikalische Bewegungsfreiheit, das Gehör und das musikalisches Empfinden zu entwickeln oder auszuleben ist eine einmalige Erfahrung. Mit einer Band im Übungsraum abzurocken oder auf eigenen Konzerten mit dem Publikum zu feiern ist eine Erfahrung, die vielen Menschen verborgen bleibt, die diesen Weg nicht gegangen sind. Es ist eine kreative Tätigkeit, die ein ganzes Leben begleiten kann, immer eine Perspektive, Erfüllung, Entwicklung und Kontakte bietet.

Ich will meine Schüler mit dieser Erfahrung bekannt machen und das Risiko, die Freude am Musizieren zu verderben, auf ein Minimum reduzieren.

Folgende Ansätze und Befürchtungen treffe ich immer wieder bei Interessenten an:

"Schlagzeug spielen? Das will ich lernen! Aber wie? Wenn mir einer was zeigt, muss ich dann immer spielen, was der gut findet? Oder hält der mir Noten vor die Nase und lässt mich ein Buch von 1950 durchspielen? Will ja nur ab und zu mal in einer Band spielen oder zu meiner Lieblings-CD abrocken!"

"Schlagzeug spielen? Kann ich schon, aber irgendwie spiele ich immer das gleiche. Ich möchte was Neues können! Aber was? Und wie? Mir gefallen Grooves, die ich bei Bands höre und manchmal fallen mir selber Rhythmen und Wirbel ein. Die bekomme ich aber nicht richtig herausgehört und gespielt. Also soll mir einer helfen. Wenn mir einer was zeigt, muss ich dann immer spielen, was der gut findet? Ich will doch nur in meiner Band spielen oder mir mal eine andere suchen, deren Musik mir besser gefällt. Bin ich dazu gut genug?”

"Schlagzeug spielen! Was kann ich, was will ich können, was brauche ich noch?"

Das folgende Schema soll bei der Ziel- und Selbsteinschätzung helfen:

  Der Anfang Der Fortschritt Die hohe Kunst
Verfügbarkeit Der Rhythmus fällt mir nicht ein und/oder ich kann ihn nicht spielen. Lesen, zeigen oder hören, dann kann ich den Rhythmus spielen. Oder er fällt mir ein, ich muss aber noch üben. Der Rhythmus fällt mir jederzeit ein und kann ihn auf Anhieb auch unter schwierigen musikalischen Bedingungen spielen. Auch wenn ich aufgeregt bin.
Konstanz Ich kann nur Sekunden durchspielen. Ich kann ein Stück durchspielen. Ich kann abendfüllend fehlerfrei spielen. Auch wenn ich aufgeregt bin.
Tempo Ich spiele mein Tempo. Ich spiele schnell oder langsam, brauche Hilfe, das Tempo zu finden und zu halten. Ich kann mir in jeder Situation jedes Tempo denken, spielen und halten.
Lautstärke Ich spiele meine Lautstärke. Ich spiele verschiedene Lautstärken zwischen den Trommeln und kann ein Stück laut oder leise spielen. Ich finde die musikalisch und technisch richtige Lautstärke zwischen den Instrumenten und Stücken beim Spielen in Räumen jeglicher Größe vor Publikum oder Mikrofonen.
Technik Ich spiele mit meiner Haltung und Bewegung. Ich verwende ein gesundes Haltungs- und Bewegungsmuster. Ich verwende in jeder musikalischen und emotionalen Situation ein technisch sinnvolles und gesundes Haltungs- und Bewegungsmuster.
Stil Ich spiele meine Rhythmen. Ich kann die gebräuchlichsten Musikstile mit einigen typischen Rhythmen erzeugen. Sicher bin ich nur in "meiner" Musik. Ich erzeuge das Stilgefühl beim Zuhörer, ich verwende neben den Standards meine Rhythmen mit einem unverwechselbaren Charakter, der mich auszeichnet.